| Saturday, 11.February.2012, 07:24 |
Wien (OTS) – Leberegel-Infektionen zählen zu den am meisten unterschätzten Gefahren mit fatalen Folgen bei der Rinderhaltung. Die aktuellsten Untersuchungen aus dem Bundesland Salzburg bestätigen alle bisher durchgeführten Untersuchungen und zeigen extrem hohe Befallsraten von 75% und mehr.
Die ständig steigenden Leberegelinfektionsraten werden einerseits durch ausbleibende Leberegelbehandlungen und andererseits durch den Klimawandel begünstigt. Eine Infektion verläuft meist chronisch und der Befall wird sehr häufig erst nach der Schlachtung festgestellt. Reife Leberegel parasitieren im Rind ohne Behandlung über Jahre und zehren durch Leberschädigung und Blutaufnahme an der Leistungsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit der befallenen Rinder. Durch die Schäden in dem besonders wichtigen Leistungs- und Energie-Organ Leber kommt es zu hohen wirtschaftlichen Einbußen in Form von verminderter Milchleistung, erhöhter Zwischenkalbezeit und Stoffwechselkrankheiten die sich in Form von ca. 376,– Euro pro Milchkuh pro Jahr manifestieren.
Aus diesem Grund ist eine effektive Behandlung gegen den Leberegel unbedingt angezeigt. Am effektivsten und für jeden Landwirt einfach und wirtschaftlich durchzuführen ist eine antiparasitäre Breitband-Behandlung die in einem Behandlungsgang sowohl Leberegel als auch alle anderen Magen-Darm-Rundwürmer sowie Räudemilben und Läuse sicher abtötet.
Zur Behandlung steht jetzt in Österreich neben den bisher erhältlichen reinen Leberegelpräparaten auch ein kombiniertes Injektionspräparat mit 2 Wirkstoffen (Closantel & Ivermectin) zur Verfügung, das mit nur einer Injektion alle Parasiten sicher erfasst.
Foto: Lichtmikroskopische Aufnahme des Großen Leberegels (Fasciola hepatica) – Originalgröße ca. 3 cm. Fotograf: William Douglas Fotocredit: Norbrook Laboratories Limited, Newry, Nordirland
Quelle. OTS
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