| Saturday, 11.February.2012, 07:47 |
Im Wahlkampf 2009 versprachen Union und FDP den
Bundesbürgern – vor allem dem Mittelstand – noch Steuererleichterungen. Doch bereits im Rahmen der Koalitionsverhandlungen zeigte sich, dass es sich dabei um ein Lippenbekenntnis gehandelt haben dürfte. Zunächst müsse die Wirtschaft wieder anziehen. Vorher könne man Steuererleichterungen nicht in Erwägung ziehen. Was folgte, war eine neue Rekordverschuldung im Bundeshaushalt 2010 und die Ankündigung deutlicher Einsparungen für das Jahr 2011. Bislang ist unklar, wie Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) die Einsparungen ermöglichen will.
Die Bundesbürger stellen sich den Wahlkampfversprechen der Regierungsparteien zum Trotz aber bereits auf steuerliche Mehrbelastungen und Kürzungen im sozialen Bereich ein. Dies sind Ergebnisse der täglichen Befragung “YouGov 12nach12″ des Markt- und Meinungsforschungsinstituts YouGov. Befragt wurden über 1000 wahlberechtigte Deutsche.
Eine generelle Erhöhung der Steuerlast halten 35 Prozent der befragten Bundesbürger für „eher wahrscheinlich“ und 40 Prozent für „sehr wahrscheinlich“. Lediglich drei Prozent der Befragten halten Sie dagegen für „sehr unwahrscheinlich“. Für wahrscheinlich halten die Bundesbürger beispielsweise eine Erhöhung der Mehrwertsteuer: 35 Prozent der Befragten halten sie für „eher“ und weitere 36 Prozent für „sehr wahrscheinlich“.
Zeitgleich hält die Mehrheit der Befragten die Senkung der staatlichen Ausgaben für soziale Dienste für wahrscheinlich. 33 Prozent der Befragten halten es für „eher“ und weitere 27 Prozent für „sehr wahrscheinlich“, dass der Staat beispielsweise bei Krankenhäusern, Pflegeheimen oder auch Kindertagesstätten den Rotstift ansetzt. Eine knappe Mehrheit geht zudem davon aus, dass die staatlichen Bildungsausgaben gesenkt werden: 31 Prozent der Befragten halten dies für „eher“ und weitere 21 Prozent für „sehr wahrscheinlich“.
Ebenfalls als wahrscheinlich gilt, dass private Steuervergünstigen, wie beispielsweise die Steuerfreiheit von Nachtarbeits- und Wochenendzuschlägen, gestrichen werden. 38 Prozent der befragten Bundesbürger halten dies für „eher“ und weitere 34 Prozent für „sehr wahrscheinlich“.
Als unwahrscheinlich gilt dagegen, dass die Steuervergünstigungen für Unternehmen reduziert werden. Einen Abbau der Subventionen halten 34 Prozent der Befragten für „eher“ und weitere 18 Prozent für „sehr unwahrscheinlich“.
Ansprechpartner:
Herr Simon Wolf
Telefon: +49 (221) 42061-596
Fax: +49 (221) 42061-100
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Über YouGovPsychonomics AG:
Weitere Informationen finden Sie unter www.yougov.com und www.12nach12.de.
Fotograf: Rebel by Pixelio – Die Schuldenuhr

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